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Nachbarschaftstreff im Krankenhaus

Verfasst: Sa 12. Aug 2006, 14:23
von Jessamy
Montagabend bin ich ins Krankenhaus zur Ersten Hilfe gefahren, weil mein Kreislauf zusammen gebrochen war. Das hatte ich zwar schon des Öfteren, aber noch nie so, dass ich von mir aus gesagt habe "Ok, das war jetzt so heftig, da fahr ich mal lieber ins Krankenhaus.". Am Montag war es dann aber doch mal soweit. Also, nüscht wie ab ins Krhs.! Tja, was soll ich sagen? Der Blutdruck war ein bisschen sehr hoch, aber das war nicht der Grund, warum sie mich da gelassen haben. Was allerdings jetzt eine andere Geschichte ist.
Inzwischen war es dann so kurz vor 22 Uhr, und ich hab mich geärgert, weil ich meine Lieblingsserie verpasst habe, was meinen Blutdruck wahrscheinlich auch wieder so ein kleines bisschen hat steigen lassen ...
Bis 0 Uhr durfte ich dann noch trinken und danach war sense, weil am nächsten Tag einige Sachen mit mir angestellt werden sollten.
Nachdem zumindest die eine Untersuchung über die Bühne gegangen war, und man mir mitteilte, dass man die andere erst am nächsten Tag machen würde, war ich wieder mal gegessen, weil das für mich bedeutet, dass ich noch einen Tag länger drin bleiben muss (kann ich mir eigentlich überhaupt nicht leisten!!!). Jedenfalls habe ich danach erstmal alle verrückt gemacht, weil ich endlich eine rauchen wollte, da ich die letzte vor über 12 Std. geraucht hatte. Was mich nicht sonderlich gestört hat, da es für die Untersuchungen ja von Vorteil ist, wenn man vorher nicht raucht. Da aber nun die zweite Untersuchung ausfallen sollte und erst am nächsten Tag stattfinden sollte, habe ich darin keinen Sinn gesehen noch länger auf meinen geliebten Glimmstengel zu verzichten. Bis ich dann aber endlich den ersten Zug nehmen konnte ist eine weitere Stunde vergangen.
Als ich dann auf dem Balkon stand und mir genüßlich eine Zigarette ansteckte, sah ich, wie eine Frau auf mich zukam, die mir verdammt bekannt vorkam. Es war Frau B., eine super liebe Nachbarin von mir, die einen Hauseingang weiter wohnt. Das war vielleicht ein "Hallo". So hatte ich wenigstens jemanden zum quatschen.
Am Mittwoch hatte ich dann dieses ECRP (oder so ähnlich), und war bis zum Nachmittag ausgenockt. Als mich meine Eltern dann besuchten, meinte meine Mutter, dass sie mal zur Ersten Hilfe geht, weil ihr irgendwas weh getan hat. Nun ja, ihr wurde eine Etage höher ein Zimmer zugewiesen und am nächsten Tag ging es mit ihr ab in den OP.
Der Donnerstag war ein scheiß Tag für mich, der Blutdruck war hoch und blieb es auch. Das Nitro hat ihn zwar immer wieder runtergeholt, aber beim nächsten Messen war er wieder oben. Dem Nitro sei dank, hatte ich ständig Kopfschmerzen (Teufelszeug)!
Meine Zimmergenossin wurde auf eine andere Station verlegt, so dass ich das große Zimmer mit 4 Betten für mich alleine hatte. War ein bisschen langweilig, da ich mich über die alte Dame köstlich amüsiert hatte. Sie hatte irgendso ein riesen Pott Abführzeugs bekommen, was wohl einerseits nach Vanille geschmeckt haben soll, aber gleichzeitig auch bitter gewesen sein soll. Keine Anhnung, die paar Gläser die sie getrunken hatte, haben es jedenfalls in sich gehabt und sie konnte nach einer guten Woche endlich mal wieder Knöken. Was ihr aber scheinbar nicht so recht war, weil sie ständig am Mosern war. Ich fands lustig, hab es mir ihr gegenüber allerdings nicht anmerken lassen. Ok, egal!
Abend hatte ich mich dann erst mit Frau B. getroffen, danach kam meine Mutter mal gucken, und zwischendurch hatte ich meine Infusionen bekommen.
In der Nacht hab ich noch einige Zeit gelesen. Um Mitternacht geht die Tür auf und eines der leeren Betten wurde rausgeschoben und ein anderes gefülltes reingeschoben. Da ich neugierig war, wer und was das ist, hab ich meine Brille aufgesetzt und mal einen Blick riskiert. Ich hab nicht schlecht geguckt, als in dem Bett eine alte (aufs Alter bezogen) Freundin,Frau M., meiner Mutter lag. Diese hat scheinbar genauso blöd aus der Wäsche geschaut wie ich, und über einen solchen Zufall, mussten wir alle lachen, auch die Schwestern. Um 1 Uhr nachts haben wir dann das Licht endlich ausgemacht. Allerdings wurde dann, ich schätze mal so gegen 2, erneut die Tür aufgerissen und noch jemand neues in das Zimmer geschoben. Diese Person kannte ich dann aber mal nicht!
Am Morgen, als Frau B., meine Mutter und ich dann entlassen wurden, hatte meine Mutter allerdings auch verblüfft ausgesehen, als sie Frau M. im Bett mir gegenüber liegen sah.

So, ich hoffe ich hab euch nicht all zu sehr gelangweilt, aber dass musste mal raus :lol: :wink:

Ach, und wo ich grad dabei bin. Kann mir jemand sagen, was genau Schonkost ist? Also, was das ist weiß ich, aber ich weiß nicht, was als leicht verdaulich angesehen wird *schulterzuck*
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, was ich da genau essen kann!!!

Verfasst: Sa 12. Aug 2006, 14:23
von Anzeige

Verfasst: Sa 12. Aug 2006, 17:17
von motte 23
also schonkost ist eine ausgewogene nahrung mit reichlich ballaststoffen. alle milch-, eier- und getreideprodukte zählen dazu, wie z.b. joghurt mit körnern oder ähnliches. kein oder kaum fett und keine hülsenfrüchte und salz- und gewürzarm. alles, was leicht verdaulich ist.

aber deine krankenhausstory ist ja echt ein zufall nach dem anderen...und wenn du solang ohne kippe warst...wär das nicht passende gelegenheit gewesen zum ganz aufhören? ich weiß...ist leichter gesagt als getan...ich versuchs ja auch schon seit jahren, aber klappt nicht... :cry:

Verfasst: Mo 14. Aug 2006, 17:08
von Jessamy
Naja, zum ganz aushören hätte ich wohl auch die Lust zu haben müssen.
von daher, ohne es wirklich zu wollen ist nichts zu machen.
Und wenn ich schon nicht mehr alles was richtig lecker ist essen darf, dann möchte ich auf meine Glimmstengel nur sehr ungerne verzichten.
Irgendwas braucht der Mensch schließlich :wink:

Verfasst: Mo 14. Aug 2006, 19:34
von motte 23
genau...sag ich auch immer: ein laster braucht der mensch...und dann doch lieber ne zigarette als alkohl oder drogen